Freitag, 19. Juni 2026
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Erster Schnee in Baden-Württemberg: Winterreifen Pflicht

Der erste Schnee in Baden-Württemberg markiert den Beginn der Wintersaison und ist ein Signal für Autofahrer, rechtzeitig auf Winterreifen umzurüsten. Diese Maßnahme ist nicht nur empfehlenswert, sondern in vielen Fällen auch gesetzlich vorgeschrieben.

Von Felix Hoffmann13. Juni 20262 Min Lesezeit

DRESDEN, 13. Juni 2026Eigener Bericht

Der Winter naht, und mit ihm die ersten Schneefälle in Baden-Württemberg. Für Autofahrer bedeutet dies, dass sie sich um die passende Bereifung ihres Fahrzeugs kümmern müssen. Winterreifen sind nicht nur eine Frage der Sicherheit, sondern auch rechtlich relevant. Im Folgenden werden einige wesentliche Begriffe und Regelungen rund um das Thema Winterreifen erläutert.

Winterreifenpflicht

In Deutschland besteht eine Winterreifenpflicht, die bei winterlichen Straßenverhältnissen greift. Dies bedeutet, dass Autofahrer bei Schnee, Eis oder Glätte mit einem Fahrzeug ausschließlich mit geeigneten Reifen fahren dürfen. Die Vorschrift ist im Straßenverkehrsgesetz (StVG) verankert und soll die Sicherheit im Straßenverkehr erhöhen. Wer ohne Winterreifen unterwegs ist und in einen Unfall verwickelt wird, riskiert nicht nur ein Bußgeld, sondern auch Probleme mit der Versicherung.

Reifenprofil

Das Profil von Winterreifen ist entscheidend für deren Funktionalität. Es sollte mindestens eine Tiefe von 1,6 Millimetern aufweisen, jedoch empfehlen Experten eine Profiltiefe von 4 Millimetern oder mehr, um optimale Haftung auf Schnee und Eis zu gewährleisten. Die spezielle Gummimischung von Winterreifen bleibt auch bei tiefen Temperaturen flexibel und sorgt für besseren Grip. Autofahrer sollten regelmäßig den Zustand ihrer Reifen prüfen, um die eigene Sicherheit zu gewährleisten.

Umstellung auf Winterreifen

Die Umstellung von Sommer- auf Winterreifen sollte rechtzeitig erfolgen. Experten raten dazu, dies etwa von Oktober bis Ostern zu tun, auch bekannt als die "O“-Regel. Die genauen Zeitpunkte können jedoch je nach Wetterlage variieren. Ein früherer Wechsel kann notwendig sein, wenn die Prognosen winterliche Bedingungen vorhersagen. Autofahrer sollten sich auch über die aktuellen Wetterbedingungen informieren und ihre Reifen entsprechend anpassen.

M+S-Kennzeichnung

Winterreifen sind in der Regel mit dem M+S-Symbol (Matsch und Schnee) oder dem Schneeflockensymbol gekennzeichnet. Diese Symbole garantieren, dass die Reifen für winterliche Bedingungen getestet wurden. Ab dem 1. Januar 2018 müssen Winterreifen zudem das Alpine-Symbol tragen, um den gesetzlichen Anforderungen zu genügen. Autofahrer sind gut beraten, auf diese Kennzeichnungen zu achten, um sicherzustellen, dass ihre Reifen den rechtlichen Standards entsprechen.

Bußgelder und rechtliche Folgen

Das Fahren ohne geeignete Winterreifen kann mit Bußgeldern geahndet werden. Bei einem Verstoss gegen die Winterreifenpflicht muss mit einem Verwarngeld von bis zu 60 Euro gerechnet werden. Zudem kann ein Punkt in das Fahreignungsregister (ehemals Verkehrssünderkartei) eingetragen werden. Im Falle eines Unfalls ohne Winterreifen können auch Schadenersatzforderungen entstehen, die für das betroffene Fahrzeug erhebliche finanzielle Folgen haben können.

Werkstätten und Reifenservices

Viele Autofahrer entscheiden sich dafür, den Reifenwechsel in einer Werkstatt durchführen zu lassen. Dies kann Zeit und Mühe sparen, insbesondere wenn eine professionelle Inspektion der Reifen vorgenommen wird. Werkstätten bieten in der Regel auch Reifeneinlagerungen an, was bedeutet, dass Sommerreifen sicher und platzsparend aufbewahrt werden können. Es empfiehlt sich, frühzeitig einen Termin zu vereinbaren, da die Nachfrage mit den ersten Schneefällen steigt.

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